DU SCHENKST
Geschenke, die einen Weg begleiten
Ein katholisches Geschenk ist im besten Fall die zweite Art. Es ist kein Objekt — es ist ein Versprechen. Mit einem Kruzifix sagst du: Ich bete für dich. Mit einem Rosenkranz: Du bist nicht allein, wenn dir die Worte fehlen. Mit einer Bibel: Hier kannst du immer wieder zurückkommen. Mit einer Marienmedaille zur Taufe: Du gehörst zu einer großen Familie, auch wenn du sie noch nicht kennst.
Das ist der Unterschied zwischen einem Geschenk und einer Sakramentalie.
Was du hier findest
Wir gliedern unsere Empfehlungen nach drei Achsen.
Nach Budget, weil ehrliche Geschenke an jeder Geldgrenze möglich sind. Ein 15-Euro-Rosenkranz aus deutscher Werkstatt kann mehr bedeuten als ein 200-Euro-Schmuckstück aus dem Online-Großhandel. Wir zeigen dir, was an jeder Preisstufe wirklich gut ist — und was nicht.
Nach Empfänger, weil ein Patenkind etwas anderes braucht als ein Brautpaar, ein Krankgewordener etwas anderes als ein Firmling, eine Trauernde etwas anderes als eine Taufpatin. Wir gehen jede Lebenslage durch.
Nach Anlass, also dem Sakrament oder dem Lebensereignis, das gefeiert wird. Mit ehrlichen Hinweisen, was bei Erstkommunionen, Firmungen, Hochzeiten und Beerdigungen heute angemessen ist und was nicht mehr.
Was du bei uns nicht findest: kitschige Plastik-Heiligenfiguren, lieblos beschriftete Massenartikel, „katholische Trends“. Was du findest: Werkstätten, deren Namen wir kennen, Materialien, die alt werden können, und Geschenke, die in zwanzig Jahren noch eine Rolle spielen.
Für wen diese Seite ist
- Für dich, wenn dein Patenkind die Erstkommunion oder Firmung hat und du etwas finden willst, was wirklich bleibt.
- Für dich, wenn du zu einer kirchlichen Hochzeit eingeladen bist und nicht den hundertsten Toaster schenken möchtest.
- Für dich, wenn jemand schwer erkrankt ist und du etwas schenken möchtest, was im Krankenhaus auf dem Nachttisch stehen kann, ohne zu peinlich zu sein.
- Für dich, wenn ein junger Mensch in deiner Familie zur Kirche zurückfindet — und du das wertschätzen willst, ohne ihn zu erschlagen.
- Für dich, wenn jemand verstorben ist und du den Hinterbliebenen etwas schenken möchtest, das tröstet und erinnert.
- Für dich, wenn du Pate oder Patin geworden bist und ein erstes Geschenk suchst, das mehr ist als ein Spielzeug.
Wo möchtest du beginnen?
Eine Frage zum Mitnehmen
Es gibt eine Frau im Markusevangelium (Mk 14,3), die in das Haus kommt, in dem Jesus zu Tisch sitzt, und ein Alabastergefäß zerbricht. Darin ist Salböl, kostbar, fast ein Jahresverdienst wert. Sie gießt es über sein Haupt. Die Anwesenden empören sich: Das hätte man verkaufen können!
Jesus sagt: „Sie hat etwas Gutes an mir getan… Sie hat im Voraus meinen Leib zur Bestattung gesalbt.“ (Mk 14,6.8)
Schenken in seiner reinsten Form ist immer ein bisschen wie das, was sie tut. Es zerbricht etwas, es gießt etwas aus, es ist nicht „rentabel“ — und genau darum gehört es. Wenn du das nächste Mal überlegst, was du schenken sollst, frag nicht zuerst, was du dir leisten kannst. Frag, was den Beschenkten salben würde — was ihm gut tun würde — was er heimtragen würde wie etwas, das ihm gehört.
Geschenkberater zur Saison.
Vor Erstkommunion (Februar/März) und Firmung (April), vor der Hochzeitssaison (Mai/September) und vor Weihnachten schicken wir dir kuratierte Empfehlungen, sortiert nach Budget und Empfänger.
→ Was schenkt man eigentlich Patenkindern? — Ein kleiner Leitfaden















